Ich weiß noch genau, wie ich zum ersten Mal auf einer Matte lag und anfing zu atmen. Ich hatte Breathwork bis dahin für „spirituelles Wellness“ gehalten – nett, vielleicht, aber nichts, das mich wirklich berühren würde.
Ich lag also da. Musik. Stille. Und dann – dieser Atem.
Was dann passierte, war das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte.
Die ersten Minuten: Der Kopf meldet sich
Die ersten zehn Minuten war ich noch ganz im Kopf. Mache ich das richtig? Atme ich zu schnell? Zu langsam? Typisch – ich bin jemand, der gerne alles richtig macht.
Und dann passierte etwas Merkwürdiges: Meine Hände fingen an zu kribbeln. Nicht unangenehm – eher wie ein Signal. Als ob mein Körper sagte: Hier. Ich bin auch noch da.
Die Mitte: Wellen
Irgendwann verlor ich das Gefühl für Zeit. Der Atem wurde mühelos – oder vielmehr: Er atmete mich. Das klingt seltsam, ich weiß. Aber so fühlte es sich an.
Ich spürte Wärme in der Brust. Und dann, ganz plötzlich, kamen Tränen. Nicht aus Traurigkeit – eher wie ein Aufatmen, das schon lange auf seine Erlaubnis gewartet hatte.
Es gab keine große Erkenntnis. Keinen dramatischen Moment. Nur dieses Gefühl: etwas hat sich gelöst.
Das Danach: Integration
Im Sharing-Gespräch nach der Session merkte ich, dass sich etwas verschoben hatte. Es war keine große Erkenntnis oder Erleuchtung. Aber ich war klarer. Leichter. Als ob ein Hintergrundgeräusch, das ich so lange gehört hatte, dass ich es vergessen hatte – plötzlich weg war.
Erst im Gespräch danach verstand ich, was der Atem mir gezeigt hatte. Das ist der Teil, den ich heute meinen Klientinnen immer wieder erkläre: Breathwork ohne Integration ist wie ein Traum ohne Erinnerung.
Was hat sich langfristig verändert?
Ich gehe inzwischen seit über zwei Jahren regelmäßig in Breathwork-Sessions. Was ich sagen kann:
- Meine Reaktion auf Stress hat sich verändert – ich eskaliere nicht so schnell und reguliere mich schneller wieder runter.
- Ich habe einen direkteren Kontakt zu meinen eigenen Gefühlen.
- Ich schlafe tiefer und erholsamer.
- Ich entscheide klarer, weil ich mehr in Kontakt mit dem bin, was ich wirklich will.
Nichts davon passierte über Nacht. Breathwork ist kein Quick Fix. Aber es ist vielleicht der direkteste Weg, den ich kenne, um wirklich in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
Was ist deine Geschichte?
Jeder Mensch erlebt Breathwork anders. Manche weinen. Manche lachen. Manche liegen in tiefer Stille und merken erst danach, was sich verändert hat. Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Wenn du neugierig geworden bist, freue ich mich darauf, dich in einer Session zu begleiten.

